Warum ich seit 2016 online bin - und warum ich trotz des Hasses bleibe
Als ich mich 2016 dazu entschied, meine politische Arbeit auch in den sozialen Netzwerken sichtbar zu machen, war meine Hoffnung groß. Ich wollte den direkten Draht zu den Bürgerinnen und Bürgern. Ich wollte diskutieren, erklären und zuhören. Heute, fast 10 Jahre später, muss ich feststellen, dass sich der digitale Raum massiv verändert hat. Was früher oft ein lebendiger Austausch war, ist heute viel zu häufig ein Spießrutenlauf. wir erleben eine zunehmende Verrohung der Sprache. Aus sachlicher Kritik wird persönliches Mobbing, aus Gegenargumenten werden gezielte Einschüchterungsversuche. Diese Dynamik ist kein Zufall - sie ist Methode. Ziel ist es, engagierte Menschen mürbe zu machen, bis sie sich frustriert zurückziehen. Oft höre ich den Rat: "Lies die Kommentare doch einfach nicht" oder "Lösch doch dein Profil". Aber genau das ist der falsche Weg! Wenn wir uns aus dem digitalen Raum zurückziehen, überlassen wir das Feld den Lauten, den Hetzern und denen, die unsere Demokratie destab
9. Februar 2026